Kategorie A: Bügelgeräte zum Glätten, Mangeln, Pressen ( kalt genutzt )
Category  A: Implements for smoothing, mangling, pressing (used cold)

Die unter dieser Kategorie erfassten Bügelgeräte wurden alle grundsätzlich kalt, d.h. durch manuellen oder mechanischen Druck genutzt.

A1 ) Stein-"Eisen (Stone - "iron") ist natürlich nicht der richtige Ausdruck, vielleicht ist die Bezeichnung Bügelstein oder Steinglätter angebrachter. Als Material verwandte man z.B. in Skandinavien bevorzugt Speckstein, aus Italien ist die Verwendung von Vulkanstein bekannt. Vulkanstein hat den Vorteil, selbst bei Kontakt mit offener Glut nicht zu bersten. - Als Anwendungszeit gilt: von den Römern (da streiten die Gelehrten sich noch) bis ins 19.Jahrhundert.

A2 ) Glättsteine und Glättkeulen (smoothers made of stone, glass or wood) haben ebenfalls eine lange Tradition. Verbreitet in Skandinavien – die Wikinger sollen sie schon genutzt haben - , in Deutschland, Österreich und vor allem in den Niederlanden, was durch zahlreiche Ausgrabungsfunde, z.B. in Amsterdam, erwiesen ist. Das Material besteht aus Stein, Glas oder auch Holz. Auch bei diesen Geräten kann eine Nutzungszeit von ? bis ins 19. Jahrhundert angenommen werden. 

A3 ) Mangelbretter (mangling boards) waren vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in Nordeuropa, aber auch in Deutschland sehr verbreitet. Oft wurden sie als Hochzeitsgabe der Braut geschenkt. Dem entsprechend aufwendig waren sie geschnitzt. Sonnenräder im Kerbschnitt waren bevorzugte Motive, aber auch kunstvolle figürliche Darstellungen findet man. Skandinavische Mangelbretter sind meist am Griff in Form eines Pferdes zu erkennen.

A4 ) Hölzerne, teilweise sehr kunstvoll gedrechselte, Wäschepressen (presses) als Standmöbel oder auch Tischgeräte sind auch dem (ca.) 16. bis 19. Jahrhundert zu zuschreiben. Die (meist Leinen-) Wäsche wurde zwischen zwei oder mehr Bretter gelegt und dann durch Anziehen der Schraube(n) glatt gepresst. – In vielen herrschaftlichen Häusern der Vergangenheit war eine solche Wäschepresse nicht weg zu denken.

A5 ) Grosse Kastenmangeln (Stadtmangeln) (big box-mangles), die mit Steinen gefüllt wurden und mehrere Tonnen wiegen konnten, wurden schon im 14. Jahrhundert genutzt. In Deutschland waren sie in einigen Städten bis in die Zeit der Wirtschaftsdepression in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts von der Bevölkerung zu mieten. Aufgrund des enormen Gewichtes des Rollkastens waren oft mehrere Leute nötig, die Wäsche sauber und glatt zu mangeln.

A6 ) Wäschemangeln, auch Rollmangeln (mangles) genannt, erfreuten sich als Stand- oder Tischmodelle ab dem 19. Jahrhundert grosser Beliebtheit. Wer konnte sich eine Kastenmangel mit mehreren Quadratmetern Platzbedarf zu Hause hinstellen? Durch die kompakte Grösse und den erschwinglichen Preis wurde die Rollmangel zu einem (fast) Jedermann-Objekt. Wie weit verbreitet die Wäschemangel z.B. in Deutschland war, kann man an den heute noch vielfältigen Flohmarkt-Angeboten erkennen.